Fallbeispiel

Syngenta-Gift für Kleinbäuer:innen in Kenia 

Millionen Kleinbäuer:innen in Kenia kaufen Pestizide von Syngenta, die in Europa wegen ihrer Giftigkeit verboten sind. Eine Recherche der Wochenzeitung in Zusammenarbeit mit Reflekt zeigt: Hochgiftige Chemikalien werden aggressiv vermarktet, Schutzbekleidung und Schulungen fehlen praktisch überall, Mensch und Umwelt tragen die Risiken.

Wenn die Bäuer:innen die Pestizide selbst anwenden, sind meist direkt der toxischen Chemie ausgesetzt. © Samuel Schlaefli

In Kenia floriert der Markt für Pestizide von Syngenta, deren Wirkstoffe in Europa längst verboten sind. Kleinbäuer:innen werden kleine Packungen verkauft, die sie sich grad noch leisten können, um wenige Quadratmeter Land zu behandeln. Im sogenannten «Crop Protection Knowledge Center» demonstriert Syngenta den Bäuer:innen die Wirkung seiner Produkte: perfekte Beete, satte Ernten. Doch in der Realität fehlt Schutzkleidung fast überall. Wenn sie die Pestizide selbst anwenden, sind die Bäuer:innen meist direkt der toxischen Chemie ausgesetzt.

Pestizide können Gesundheit massiv gefährden

Viele der eingesetzten Pestizide gelten laut Pesticide Action Network (PAN) als hochgefährlich. Studien zeigen: Krebs, genetische Schäden, Unfruchtbarkeit und Schäden für Bienen, Fische und Böden sind mögliche Folgen. Auf dem kenianischen Markt existieren kaum Kontrollen, Pestizide gelangen direkt in die Nahrungsketten und gefährden damit auch die Menschen, die Produkte aus der Landwirtschaft konsumieren. 

Der Schweizer Konzern Syngenta ist Marktführer in Kenia. Der Konzern erreicht sowohl grosse Farmen als auch Millionen Kleinbäuer:innen, die unter Armut und Schädlingsdruck leiden. Die aggressive Vermarktung und fehlende Schutzmassnahmen zeigen ein System, in dem Gewinn über Sicherheit steht. Das Beispiel zeigt damit einmal mehr, weshalb es die Konzernverantwortungsinitiative braucht. 

Vollständige Recherche lesen von der Wochen Zeitung: «Das Gift für die Kleinbäuer:innen» , von September 2023

Der Schweizer Konzern Syngenta ist Marktführer in Kenia. © Samuel Schlaefli

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