Recherche zeigt massive Probleme um Socfin-Plantagen
Der Agrarkonzern Socfin ist weltweit in den Schlagzeilen, weil es um seine Kautschuk- und Palmöl-Plantagen zu sexueller Ausbeutung, Gewalt, Vertreibung und Verschmutzung kommt. Ein grosser Teil des Agrarhandels des Konzerns läuft über die Schweiz.
Obwohl der Agrarkonzern Socfin einen grossen Teil seiner Geschäfte von der Stadt Fribourg aus abwickelt und sich Betroffene rund um die konzerneigenen Kautschuk- und Palmöl-Plantagen in verschiedenen Ländern seit Jahren wehren, wird in der Schweiz nur wenig über den umstrittenen Konzern berichtet.
Die Koalition für Konzernverantwortung hat deshalb die Probleme rund um die Socfin-Plantagen in sieben Ländern recherchiert und macht diese für die Schweizer Bevölkerung sichtbar.
Ähnliche Probleme um Socfin-Plantagen in zahlreichen Ländern
Die Recherche zeigt drei wiederkehrende Probleme rund um Socfin-Plantagen in verschiedenen Ländern:
– Sexuelle Ausbeutung: Arbeiterinnen werden von ihren Vorgesetzten zu sexuellen Handlungen genötigt, um weiterhin auf der Plantage arbeiten zu dürfen. Es sind zudem Fälle von Vergewaltigungen von Anwohnerinnen durch Wachmänner der Plantagen dokumentiert.
– Landkonflikte: Betroffene Gemeinschaften kämpfen um ihr Land, auf dem die gigantischen Plantagen von Socfin stehen.
– Gewalt: Wehren sich Betroffene, müssen sie mit massiver Gewalt von Sicherheitskräften rechnen.
Der Fall zeigt einmal mehr, weshalb es die neue Konzernverantwortungsinitiative braucht, die 2025 lanciert und eingereicht wurde.