15.06.2021 - Medienmitteilung

Erfolgreiches Crowdfunding: Engagement für Konzernverantwortung geht weiter!

In wenigen Wochen haben sich tausende Einzelpersonen dazu bereit erklärt, die politische Arbeit für ein Konzernverantwortungsgesetz in der Schweiz weiterhin finanziell zu unterstützen.

In wenigen Wochen haben sich tausende Einzelpersonen dazu bereit erklärt, die politische Arbeit für ein Konzernverantwortungsgesetz in der Schweiz weiterhin finanziell zu unterstützen. Nachdem immer mehr Staaten in Europa – zuletzt letzte Woche Deutschland und Norwegen – ihre Konzerne dazu verpflichten, die Menschenrechte einzuhalten, muss jetzt auch die Schweiz nachziehen. 

Mitte März beschloss der Verein Konzernverantwortungsinitiative in einem Grundsatzentscheid, sich weiterhin für ein griffiges Konzernverantwortungsgesetz in der Schweiz einzusetzen. Nach erfolgreichem Crowdfunding hat der Verein seine Transformationsphase gestern beendet und den Grundstein für die Weiterarbeit gelegt. So wurden die Statuten angepasst, der Name in «Verein Konzernverantwortung» geändert und der Vorstand neu bestellt. Dieser besteht zur Hälfte aus Vertreter:innen von Mitgliedorganisationen und zur Hälfte aus unabhängigen Persönlichkeiten, die verschiedene Bereiche der Zivilgesellschaft abdecken:

Chantal Peyer (Brot für alle), Laurent Matile (Alliance Sud), Sylvia Valentin (terre des hommes schweiz) und Annina Aeberli (Bruno Manser Fonds) als Vertreter:innen der Mitgliedorganisationen sowie der alt Ständerat Dick Marty, der Alt Nationalrat Dominique de Buman, die Kommunikationsexpertin Isabelle Bamert und der Unternehmer Dietrich Pestalozzi als Vertreter:innen der Zivilgesellschaft.

Grosser Handlungsbedarf

«Es ist gewissermassen paradox», sagt Dick Marty. «Obwohl eine Mehrheit der Bevölkerung in der Schweiz sich für die Konzernverantwortungsinitiative ausgesprochen hat und obwohl die Länder in Europa reihenweise Gesetze einführen, um die Konzerne zur Respektierung der Menschenrechte zu verpflichten, folgt der Bundesrat weiterhin blind den Konzerninteressen.» Marty spricht damit die bundesrätliche Verordnung zum Gegenvorschlag an, zu der sich der Verein Konzernverantwortung in Kürze vernehmen lassen wird.

«Es ist inakzeptabel, dass Konzerne wie Glencore von der Schweiz aus weiterhin ohne Konsequenzen Menschen vertreiben oder ganze Landstriche vergiften können», kommentiert Sylvia Valentin. «Dank der enormen Unterstützung aus der Bevölkerung können wir auch nach der Abstimmung den Druck auf die Politik aufrecht erhalten.»

Mehr Informationen:

Hier geht es zu den Zielen des neuen Vereins Konzernverantwortung: https://konzernverantwortung.ch/ziel/

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